Muttermilch!

Auch auf die Gefahr hin, dass sich jemand angegriffen fühlt, habe ich diesen Artikel verfasst, um jeden, der ihn liest vom Stillen zu überzeugen. Ich kritisiere niemanden, der aus gesundheitlichen / körperlichen Gründen nicht stillen kann, aber oft werden Gründe vorgeschoben, die eigentlich gar keine sind, denn die Natur sieht vor, dass jede Mutter normalerweise stillen kann.

In den meisten Fällen spielt Unwissenheit eine große Rolle. Muttermilch ist das Beste was man seinem Kind geben kann. Es stärkt das Immunsystem des Kindes ungemein, ebenso das der Mutter. Gestillte Babys haben eine Art Nestschutz und bleiben zu Beginn Ihres Lebens meist von gefährlichen Infektionen verschont. Durch die Muttermilch bekommt das Baby alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung, die es in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen benötigt. Wird das Baby nicht gestillt, erhält es industriell hergestellte Pre-Milch, die für alle Babys gleich ist und somit nicht individuell auf die Bedürfnisse deines Babys abgestimmt. Zutaten, wie Geschmacksverstärker, Zucker, Aromen, Haltbarmacher oder anderes wird dieser Nahrung meist zugefügt, um sie für die Babys schmackhaft, bekömmlich und nahrhaft zu machen. Diese künstlichen Zusätze sind schon für den Erwachsenen schädlich (ohne dabei auf die ausführliche Erklärung einzugehen) und sollten in einer gesunden Ernährung so wenig wie möglich vorkommen. Bei Babys ist die Nahrung der Grundstein für die körperliche und geistige Entwicklung, daher sollte hierbei besonders stark darauf geachtet werden.

Oft hört man: „Ich hatte keine Milch!“, „Mein Baby wurde nicht satt!“ oder „Es ging einfach nicht!“. In einigen Fällen mag das vielleicht stimmen, aber viele Mütter beenden ihre Bemühungen auch viel zu früh. Die Milch schießt nicht sofort nach der Geburt in die Brust, sie kommt nach und nach und Mutter und Kind stimmen sich erst darauf ein. Der Körper reguliert zunächst Angebot und Nachfrage und schon nach kurzer Zeit läuft es von ganz allein. Bei vielen Stillproblemen, denn richtig Stillen will gelernt sein, kann man sich gute, professionelle Hilfe holen. Schon im Krankenhaus gibt es Stillberaterinnen, die einem Rund um die Uhr mit Rat und Hilfsmitteln zur Seite stehen. Natürlich kann das Stillen auch schmerzen, denn es ist nicht immer leicht, das Baby perfekt anzulegen. Ich hatte bei allen drei Kindern große Schmerzen, aber mit ein paar Hausmitteln und zusammengebissenen Zähnen werden die Schmerzen schnell erträglich, legen sich nach ein paar Wochen und das Stillen wird zu einer ganz intimen, bindenden und besonderen Zeit mit deinem Kind. Zudem kommt, dass Stillen äußerst praktisch ist. Die Muttermilch ist immer und überall in der richtigen Temperatur zugänglich, sie sättigt die Babys und liefert ihm alle notwendigen Nährstoffe bis zum Beikostalter. Muttermilch hat zudem einen viel höheren Fettgehalt als Pre-Milch und das Baby kann selbst entscheiden, wie viel und wie oft es trinken möchte. Daher sind Stillbabys auch meist fülliger als Flaschenbabys, was ihnen bei einem Infekt zu gute kommt, da sie eine Weile von ihren Reserven zehren können.

Ihr seht, das Stillen ist das Beste für unseren Nachwuchs, es ist kostenlos und immer zugänglich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine wundervolle Stillzeit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.