Aller Anfang ist schwer! – Meine Erfahrung mit Hypnobirthing

Es heißt… Bei der dritten Geburt läuft alles anders als erwartet… Soll man sich nun darüber freuen, weil die zwei vorherigen Geburten alles andere waren als spaßig und es nun vielleicht endlich besser wird oder wächst die Angst noch mehr, weil man nicht einmal mehr weiß, was auf einen zukommt?

Bei mir machte sich große Angst breit. Dachte ich doch schon nach der ersten, es sei unmöglich eine weitere Geburt durchzustehen. Doch obwohl die zweite nicht leichter war, wurde mir bewusst, dass man, trotz der Schmerzen, am Ende doch irgendwie zum Ziel kommt und danach mit dem größten Glück der Welt beschert wird.

Schlimmer kann es jedenfalls nicht werden, dachte ich mir, also warum nicht etwas Neues probieren? Von einer Freundin bekam ich dann ein Buch zum Thema Hypnobirthing. Ich bin nicht jemand, der sich akribisch an nur eine Theorie hängt, ich höre oder lese gerne viele Meinungen und Erfahrungen und ziehe mir aus allen das heraus, was ich für nachvollziehbar und für unsere Familie sinnvoll halte.

Beim Hypnobirthing geht es grundlegend um den positiven Gedanken zur Geburt, um Entspannung und die richtige Atemtechnik.

Positive Gedanken zur Geburt zu finden viel mir nicht schwer. Es ist ein unvergessliches Erlebnis sein Baby nach der langen Schwangerschaft endlich im Arm zu halten, es zu riechen, es zu beschützen und sich einfach nicht satt sehen zu können. Diesen Gedanken nahm ich mir vor und schob böse Gedanken und Ängste einfach beiseite, was mir nicht immer leichtfiel, denn es gibt ja so unzählig viele Geschichten, die andere Leute einem unbedingt vor der Geburt noch erzählen müssen.

Ein weiterer Grund positiv zu denken, statt Angst einen Platz einzuräumen ist, dass Angst für Anspannung sorgt. Diese führt wiederum zur Verkrampfung der Muskeln, lässt somit die Wehen nicht ordentlich arbeiten und erhöht die Schmerzintensität. Auch das klingt logisch und ich versuchte mich während der Geburt immer wieder daran zu erinnern und alle Muskeln zu entspannen. Ich weiß natürlich nicht, ob das der Grund für meine, im Vergleich zu den anderen beiden Kindern, zügige Geburt war, aber länger ist sie dadurch bestimmt nicht geworden😊

Grundsätzlich befürworte ich instinktives Handeln der Menschen. Man selbst kennt seinen Körper am besten und weiß, was einem guttut. Während der Geburt sollte man es so handhaben, wie man sich am wohlsten fühlt. Hat man aber Interesse und Energie etwas auszuprobieren, warum nicht. Leider weiß man erst mitten drin, was einem hilft. Beim Hypnobithing wird einem die Wellenatmung aufgezeigt. Dabei soll eine tiefe lange Einatmung Platz für das Ausdehnen der Gebärmutter schaffen. Ich merkte bei meiner dritten Geburt schnell, dass mir diese Atmung sehr guttat. Je länger ich es schaffte einzuatmen, desto weniger schmerzte mich die Wehe und gleichzeitig wusste ich, dass mein Baby so perfekt mit Sauerstoff versorgt wird.

All die Konzentration auf positive Gedanken, Entspannung und Atmung und deren Umsetzung lenkte mich von den Schmerzen ab und führte mich letztendlich zu einer schnelleren, weniger schmerzhaften und bewussteren Geburt. Ich kann Hypnobirthing also nur empfehlen und wenn es nur dafür ist, die Hoffnung zu wecken, dass die nächste Geburt ganz besonders schön wird. Denn eines wissen wie alle, es lohnt sich in jedem Fall…

 

 

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